Stolperstein - Brunsviga

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Am 18. im Windmond a.U. 157 (18. November 2016), wurde vor unserer Burg in Braunschweig, Hochstraße 21, der Stolperstein für unseren Schlaraffenfreund, den Ritter Hahn im Korb, profan Berthold Sander, gesetzt. Damit wollen wir an einen Schlaraffen erinnern, der aufgrund seines jüdischen Glaubens von den Nationalsozialisten in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert wurde, wo er im Jahre 1943 verscholl.
 
Berthold Sander wurde am 17. April 1890 in Emmerich geboren. In den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts war er in Mainz am Stadttheater als Kapellmeister engagiert und wurde dort auch Schlaraffe. Später wechselte er dann nach Hildesheim und nach Braunschweig. Im Jahre 1934 verlor er seinen Arbeitsplatz und konnte nicht mehr in Braunschweig bleiben. Er ging nach Berlin und fand bei dem berühmten Sänger Heinrich Schlusnus in dessen Zehlendorfer Wohnung Unter-schlupf. Bald nach seiner Ankunft in Berlin gründete er den Chor des Jüdischen Kulturbundes und war für ihn sowohl Dirigent als auch Kapellmeister.

Wir sind uns sicher, dass es viele vergleichbare Fälle jüdischer Mitbürger in Vereinen, Institutionen und Organisationen gab, und freuen uns, zumindest an einen Entrechteten mit einem Stolperstein wieder erinnern zu können.

 
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